!!! Die neue Grundsteuer !!!

 


 

 

 

Mandanteninformationen

 

 

 

 

 

Sonderinformation zur geplanten Grundsteueränderung !!!

 

 

 

Liebe Mandantin, lieber Mandant,

 

 

 

Reform der Grundsteuer

 

 

Die nächste große Reform im Steuerrecht steht in den Startlöchern. Für unseren Berufstand bedeutet dies eine weitere arbeits- und zeitintensive Zusatzaufgabe im Jahr 2022. Neben den coronabedingten Einschränkungen und Mehrbelastungen gleicht diese Reform einer Herkulesaufgabe für unseren Berufsstand.

 

Zum 1. Januar 2025 wird die "Neue Grundsteuer" als unbürokratische, faire und verfassungsfeste Regelung in Kraft treten. Damit verliert der bisherige Einheitswert als Berechnungsgrundlage seine Gültigkeit. Die Mehrzahl der Bundesländer folgt bei der Reform dem Bundesmodell.

 

Mit der Verabschiedung des Gesetzespakets zur Reform der Grundsteuer innerhalb der vom Bundesverfassungsgericht bis Ende 2019 gesetzten Frist ist der Bundesgesetzgeber seiner Verantwortung gerecht geworden, die Grundsteuer als bedeutende Einnahmequelle für die Städte und Gemeinden über das Jahr 2019 hinaus zu erhalten.

 

Auf der Grundlage des reformierten Grundsteuer- und Bewertungsrechts sind für alle rund 36 Millionen wirtschaftliche Einheiten des Grundbesitzes neue Bemessungsgrundlagen für Zwecke der Grundsteuer ab dem Kalenderjahr 2025 zu ermitteln. Die Erhebung des Datenmaterials ist eine weitere gesetzliche Mammutaufgabe, die den Eigentümern von Grundbesitz aufgebürdet wird.

 

 

Das bisherige Verfahren zur Ermittlung der Grundsteuer bleibt erhalten:

 

 

Grundsteuerwert x Steuermesszahl x Hebesatz = Grundsteuer

 

  • Grundsteuerwert: ermittelt das Finanzamt anhand einer Feststellungserklärung
  • Steuermesszahl: gesetzlich festgelegt
  • Hebesatz: legt Stadt oder Gemeinde fest

 


Die Mehrzahl der Bundesländer setzt die neue Grundsteuer nach dem sogenannten Bundesmodell um, das mit dem Grundsteuer-Reformgesetz eingeführt wurde. Im Bereich der sogenannten Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftliches Vermögen / Betriebe der Land- und Forstwirtschaft) setzen die meisten Länder das Bundesmodell um. Im Bereich der sogenannten Grundsteuer B (Grundvermögen / Grundstücke) weichen die Länder Saarland und Sachsen lediglich bei der Höhe der Steuermesszahlen vom Bundesmodell ab. Die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen und Niedersachsen wenden hingegen ein eigenes Grundsteuermodell an.

 

 

Feststellungserklärung zur Ermittlung des Grundsteuerwerts auf den 1. Januar 2022

 

 

In einer Hauptfeststellung auf den 1. Januar 2022 sind neue Grundsteuerwerte festzustellen, die der Grundsteuer ab dem Kalenderjahr 2025 zugrunde gelegt werden.

 

Für Wohngrundstücke sind hierzu im Wesentlichen nur folgende wenige Angaben erforderlich:

 

  • Lage des Grundstücks
  • Grundstücksfläche
  • Bodenrichtwert
  • Gebäudeart
  • Wohnfläche
  • Baujahr des Gebäudes

 

Diese Angaben übermitteln Grundstückseigentümer*innen in einer Feststellungserklärung ihrem Finanzamt. Entscheidend für alle Angaben ist dabei der Stand zum Stichtag 1. Januar 2022.

 

 

Wichtig: Grundstückseigentümer*innen müssen nicht bereits zum 1. Januar 2022 aktiv werden.

 

Die Aufforderung zur Abgabe der Feststellungserklärung wird voraussichtlich Ende März 2022 durch öffentliche Bekanntmachung erfolgen. Die elektronisch einzureichenden Feststellungserklärungen können ab dem 1. Juli 2022 über die Steuer-Onlineplattform ELSTER eingereicht werden. Die Abgabefrist läuft nach derzeitigem Stand bis zum 31. Oktober 2022.
Die Länder werden die rechtzeitige und vollständige Erklärungsabgabe mit weiteren Informationen unterstützen.

 

 

Grundsteuerwertbescheid und Grundsteuermessbescheid

 

 

Anhand der Angaben in der Grundsteuererklärung berechnet das Finanzamt den Grundsteuerwert und stellt einen Grundsteuerwertbescheid aus. Außerdem berechnet das Finanzamt anhand einer gesetzlich festgeschriebenen Steuermesszahl den Grundsteuermessbetrag und stellt einen Grundsteuermessbescheid aus.

 

Beide Bescheide sind keine Zahlungsaufforderungen. Sie dienen als Grundlage für die Festsetzung der Grundsteuer durch die Stadt oder Gemeinde. Den Städten und Gemeinden stellt das Finanzamt elektronisch die Daten zur Verfügung, die für die Berechnung der Grundsteuer erforderlich sind.

 

 

Grundsteuerbescheid von Stadt oder Gemeinde

 

 

Anhand der übermittelten Daten ermittelt dann abschließend die Stadt beziehungsweise Gemeinde die zu zahlende Grundsteuer. Dazu multipliziert sie den Grundsteuermessbetrag mit dem Hebesatz, der von der Stadt beziehungsweise Gemeinde festgelegt wird. Daraus ergibt sich die fällige Grundsteuer, die als Grundsteuerbescheid im Regelfall an den beziehungsweise die Eigentümer*innen gesendet wird.

 

Der Hebesatz soll durch die Städte und Gemeinden so angepasst werden, dass die Grundsteuerreform für die jeweilige Stadt oder Gemeinde möglichst aufkommensneutral ist. Für die einzelnen Steuerpflichtigen kann sich die Höhe der Grundsteuer jedoch ändern.

 

 

Start der neuen Grundsteuer

 

 

Die neu berechnete Grundsteuer wird ab dem Jahr 2025 auf Grundlage des Grundsteuerbescheides erhoben, bis dahin gelten bestehende Regelungen fort.

 

 

 

Gerne übernehmen wir für Sie die Erstellung der Feststellungerklärung zur neuen Grundsteuer und die dazu notwendige elektronische Übermittlung an die Finanzverwaltung. Sprechen Sie uns an. Wir unterbreiten Ihnen gerne dazu ein persönliches Angebot.

 

Welche Angaben benötigen wir von Ihnen?
Unter www.addison.de/grundsteuer-downloads haben wir bereits Checklisten für Sie vorbereitet. Bitte nutzen Sie je Grundstück, Bundesland (in dem sich das Grundstück befindet) und der jeweiligen Nutzungsart die entsprechende Checkliste zur Erfassung der erforderlichen Angaben.

 

 


 

 

Standardmäßig berechnen wir unsere Vergütung:

Honorar gem. § 24 Abs. 1 Nr. 11a StBVV (Steuerberatervergütungsverordnung)

oder alternativ gem. nachfolgendem Honorarmodell:

 

 

Bei Mehrfachaufträgen kann ein individuelles Honorar Anwendung finden. Die vorgenannte  Vergütung  versteht sich zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer von 19 %.

 

Alle Beiträge sind nach bestem Wissen zusammengestellt. Eine Haftung und Gewähr für den Inhalt kann jedoch nicht übernommen werden. Aufgrund der verkürzten Darstellungen und der persönlichen Besonderheiten eines jedes Einzelfalls können und sollen die Ausführungen zudem keine persönliche Beratung ersetzen.

 

Individuelle Gegebenheiten werden wir mit Ihnen persönlich abklären. Sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

 

Ihr Steuerberater-Team

 

Blomenkamp-Steuerberatersozietät